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    Posted 24 Feb 2016, 01:56 by Christoph von Gamm
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    Posted 6 Dec 2016, 08:22 by Christoph von Gamm
  • Get a job as the bosses do! - When looking out for a new candidate, firms do have a whole armada of people working "with you": An executive search guru who finds alternatives besides you on the short ...
    Posted 1 Aug 2016, 01:48 by Christoph von Gamm
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    Posted 20 Mar 2016, 04:00 by Christoph von Gamm
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    Posted 1 Aug 2016, 07:14 by Christoph von Gamm
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    Posted 28 May 2015, 09:30 by Unknown user
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Blut für Öl am Hindukusch

posted 25 Mar 2017, 04:12 by Christoph von Gamm   [ updated 25 Mar 2017, 04:15 ]

Bild: Iran-China-Pipeline, ungefährer Verlauf vs. typische momentane Schifffahrtsroute. Karte (c) Google


Afghanistan : Blut für Öl am Hindukusch


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Am Hindukusch entscheidet sich das wirtschaftliche Wohlergehen der westlichen Welt.


Ein politischer Kurzessay von Dr. Christoph v. Gamm und Prof. Dr. Florian G. Mildenberger

Solange Afghanistan instabil ist, bleibt Europa stabil.


Es sind diese Vorgänge, die zumeist erst eine Generation nach den stattgefundenen Ereignissen den Historikern und Kommentatoren ins Auge stechen und die immer gleiche Frage provozieren: „Wie konnte man solche Offensichtlichkeiten nur übersehen?“ Insgeheim wissen die Fragenden die Antwort schon, ebenso wie sie selbst sich gewiss sind, niemals diese Fragen aufgerollt zu haben, aus Rücksicht auf übergeordnete Interessen die doch sehr die eigenen sein können.

Im Fall des Krieges in Afghanistan, der nun mit Unterbrechungen seit 1980 dauert, wäre das die im Geographieunterricht stets gepredigte Frage: „Wo liegt das Land und welches sind seine Nachbarn?“ Afghanistan liegt zwischen dem Iran und der VR China. Beides sind Staaten, die seitens der USA und ihrer westlichen Verbündeten nicht nur wegen Menschenrechtsfragen kritisiert werden sondern vor allem aufgrund ihrer Machtentfaltungsstrategien. Beide Staaten eint zudem wechselseitiges Interesse: Die VR China benötigt Öl, mehr als mittlerweile die USA, und Iran muss möglichst viel davon verkaufen.

Die Verteidigung der westlichen Demokratie am Hindukusch ist – leider keine leere Floskel. Denn „fällt“ Afghanistan, dann wird über kurz oder lang auch der Dollar zusammenfallen, der über das Öl hochgehalten wird. Und fällt der Dollar, fällt der Euro zusammen.


20170215 V4 Afghanistan und die Verteidigung der Demokratie am Hindukusch


Wie wird man Exportweltmeister?

posted 16 Mar 2017, 01:40 by Christoph von Gamm   [ updated 23 Mar 2017, 08:40 ]



Wie wird man Exportweltmeister?

von Dr. Christoph v. Gamm, 16. März 2017

Ganz einfach: Man liefert und gezahlt werden muß... nie!

Wie funktioniert das? Dank Target2. Target2 ist das Länderfinanzausgleichssystem zwischen den Zentralbanken. TARGET steht für Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer system und ist das Zahlungssystem der Zentralbanken des Eurosystems für die schnelle Abwicklung von Überweisungen in Echtzeit. Dieses sollte eigentlich ungefähr bei Null stehen und nur kurzfristige Schwankungen nach oben oder unten haben.

Mit Erschrecken musste ich jedoch heute morgen feststellen, daß das Guthaben unserer Deutschen Bundesbank bei der EZB im Target2 System im Februar 2017 bei sagenhaften 814.375.227,85 Euro (Stand 28.2.2017) . Das ist die höchste Guthabenanhäufung von uns Deutschen, die jemals verzeichnet wurde. Im August 2012 standen wir schon einmal bei 751 Milliarden und konnten von dort wieder etwas Geld von den Schuldenstaaten eintreiben. Doch wie man heute erkennen kann, sind die Taschen der Schuldnerstaaten leer und das Target2-Guthaben klettert und klettert für diejenigen, die in Deutschland leben und arbeiten, das heißt insbesondere dem Deutschen Volk. Bekommt man etwas dafür? Ja, vielleicht. Wenn alles gut geht.




Wem nicht bewusst ist, was dies bedeutet: Wenn jedoch (und da stehen wir kurz davor) der Euro implodiert oder sich ein Staat wie Italien aus dem Euro verabschiedet, dann ist diese Geldsumme für immer verloren. Die Deutschen haben dann ein paar ganze Jährchen umsonst hauptsächlich für die Südstaaten geschuftet und stehen am Ende mit leeren Händen da. Prof. Dr. Hans-Werner Sinn hat darüber bereits vor einiger Zeit ein Buch geschrieben: Die Target-Falle.

Ein besonderes Dankeschön dafür schon einmal an unseren Unfinanzwächter Herrn Schäuble, unserer Gästekanzlerin Merkel und leider auch den bisher geschätzten Herrn Weidmann. Letzterer tut nichts was mir zu Ohren gekommen wäre, um dieses Ungewicht dem Deutschen Volk zu ersparen.

Wieviel bekommt Deutschland für die Target2 Salden von 746 Mrd. Euro überhaupt? Nur die "Held-der-Arbeit"-Medaille? Oder wird das dann irgendwann in Lire ausgezahlt?

Target2-Salden der einzelnen EZB Länder - Januar 2017, Quelle: Statista/EZB

Wäre die Bundesrepublik Deutschland bilanzierungspflichtig, müsste sie diese Forderungen wohl weitgehend als uneinbringlich ausbuchen. Ein Geschäftsführer oder Vorstand, der dies unterläßt, wäre sofort in der persönlichen Haftung und dann sehr schnell wegen Veruntreuung im Gefängnis. Dem "öffentlichen Recht" sind solche Gedanken jedoch fremd.




Deutschland und Schweiz: IT Einkäufe nehmen leicht zu, Fokus auf Effizienz sowie Initiativen wie Industrie 4.0, Big Data und Fintech

posted 15 Mar 2017, 10:12 by Christoph von Gamm   [ updated 25 Mar 2017, 05:42 ]

München, 28. März 2017 - Einkäufer in der Schweiz und in Deutschland überdenken ihre Entscheidungsprozesse und IT-Investitionen. vonGammCom Global hat daher einige Massnahmen und Richtlinien identifiziert, mit denen CIOs ihre IT-Investitionen optimieren können. 

Da IT-Ausgaben sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland im Jahr 2017 insbesondere für IT-Dienstleistungen und bei der Beschaffung von IT-Hardware- und Software-Technologien nur noch leicht steigen werden, sollten sie deutlich stärker als je zuvor auf ihren Nutzwert überprüft werden. 

Insbesondere sollten Schweizer CIOs 2017 aufgrund der Franken-Stärke direkten wirtschaftlichen Nutzen durch Kostenoptimierungsinitiativen erzielen, jedoch gleichzeitig neue Initiativen unterstützen, zum Beispiel Industrie 4.0 - Fintech und Big Data. Cloud-Lösungen ersetzen zunehmend "on-premise" - Lösungen. Deutsche CIOs - sofern man das überhaupt generalisieren kann - sind inzwischen eher wieder auf Expansion ausgelegt, wobei auf Leichtsinnsausgaben verzichtet werden sollte. 



Kernthemen momentan sind nach einer Umfrage durch vonGammCom Global unter Entscheidern die folgenden Schwerpunkte: 

  1. Ein höherer Wertbeitrag der Informatik am Gesamterfolg des Unternehmens
  2. Fokus auf Kunden und Informatik als Geschäftspartnerin
  3. Verlagerung von Backoffice-Tätigkeiten auf spezialisierte Dienstleister
  4. Auftreten der Informatikabteilung immer mehr als Service Hub
  5. Sicherheit und Verfügbarkeit
  6. Flexibilität, um sich an veränderte Geschäftsverläufe einzustellen
  7. Flexible Arbeitsplätze und Moderne Kommunikationsmittel, um damit besser mit Kunden und Lieferanten zu kommunizieren.

Zu diesen Initiativen gehören Massnahmen für IT-Dienstleistungen, Geschäftsprozess-Optimierungen und IT-Technologien. Insbesondere muss sich ein CIO inzwischen von der Geschäftsleitung, also seinem CEO und seinen Kollegen, dem CFO und Head of Sales ganz neue Fragen gefallen lassen, die vorher vor der Krise gar nicht so auf der Tagesordnung standen. 

Die Hauptthemen, die sich ein CIO vom CEO und der Geschäftsführung stellen lassen muss, sind sieben Kerngebiete, die sich inzwischen viel stärker auf den Endkundennutzen hin bewegen als in Richtung Kostenreduktion – in der Essenz soll der CIO inzwischen mithelfen, den Verkauf voranzubringen: 

Die sieben business-relevanten Fragen in der Informatik: 

1. Hilft uns die Informatik, unseren Kunden mehr zu bieten als die Wettbewerber? – Ziel dieser Überlegung ist es, nachzudenken wie der Aussenwert der Informatik gesteigert werden kann. Was nützt das beste ERP System, wenn der Kunde dennoch keinen Extra Service dadurch hat? Ein Beispiel sind oftmals gute Controlling- und Reportingtools, von denen der Grenznutzen für den Kunden eher gering ist. Mehr Sinn machen im Sinne der Bequemlichkeit ein Kundenportal mit Rechnungs- und Lieferübersicht, eine bequeme Zusammenstellung der einzelnen Verträge und Konditionen und damit letztendlich auch der Anreiz, gleich wieder etwas mehr Geschäft zusammen mit der Firma durchzuführen. 

2. Schafft die Informatik mehr Bequemlichkeit, Komfort und Nutzen für unsere Kunden? Der zweite Punkt ist oft mit der wichtigste. Bequemlichkeit ist in Zeiten wie diesen absolut notwendig, denn Bequemlichkeit ist Zeitersparnis. Punkte wie Single-Sign-On sind zwar für viele Bereiche absolute Selbstverständlichkeiten, jedoch für die meisten Kundenportale noch kaum durchgesetzt. Wichtig sind auch nebst der Endkunden-Bequemlichkeit eine bessere Erreichbarkeit der Informationen, aggregiert über Middleware für die jeweiligen Sachbearbeiter in der Disposition, im Call Center oder am Bankschalter. 

3. Welche neuen Kundensegmente oder Regionen können wir durch die Informatik erreichen? In der Krise wird man erfinderisch. Und typischerweise schafft man neue Umsätze zum einen über Preiserhöhungen, was oft schwer durchsetzbar ist oder über neue Produkte und Dienstleistungen – diese müssen ersteinmal erfunden werden und das dauert oder das Herangehen an neue Kundensegmente oder geographische Regionen. Hierzu sollte der inkrementelle Aufwand so gering wie möglich sein, denn sonst wäre der Grenznutzen schon einmal sehr gering. 

4. Ist unsere Informatik bereit für nutzungsabhängige Preismodelle? Die Informatik selbst sollte darüber nachdenken, ob sie es schafft, schnelle Nachfragen nach neuen Services entsprechend schnell abzubilden. Insbesondere jetzt in der Krise hat sich aber gezeigt, dass die Nachfrage nach Services genauso schnell drastisch sinken kann. Hier sind dann nutzungsabhängige Preismodelle, die mit Providern vereinbart worden sind, von Vorteil. Modelle wären beispielsweise Preis pro wirklich genutzem PC-Desktop pro Monat, oder Preis pro MIPS und Monat im Mainframe-umfeld, Preis pro Gigabyte und Monat, die wirklich genutzt oder als Backup gespeichert wurden oder Preis pro SAPS (die SAP Verrechnungseinheit) und Zeitdauer. Alleine dadurch können Unternehmen in der Krise die Pain ein wenig schneller weitergeben. Und je weniger eigene Mitarbeiter eingesetzt werden müssen für einen Service, desto besser. 

5. Wo kann die Informatik die Eintrittsbarriere gegenüber Wettbewerbern erhöhen? Eine Königsfrage, und sehr wichtig. Hier geht es um die „Client Stickyness“, das heisst wenn einmal der Kunde Kunde ist, wie schaffen es Informatiktools, den Kunden an sich zu binden und zu halten. Eine besondere Verbindung in der Wertschöpfungksette, automatische Anbindung an das Liefer- und Rechnungswesen sind hier Punkte die die Eintrittsbarriere erhöhen können. Ebenso probate Mittel sind Verträge, die schnelles Up- und Crossselling erlauben und die die Informatik entsprechend abbilden kann. Studien zeigen, dass Kunden, die mehrere Services oder Produktkategorien kaufen, weniger schnell zum Mitbewerber wechseln als „Mono-Liner“, d.h. Kunden, die nur eine Service- oder Produktkategorie kaufen – egal in welcher Branche. 

6. Wo kann die Informatik Geschäftsprozesse verschlanken? Ziel der Informatik ist es zu automatisieren und Bequemlichkeit zu schaffen. In den meisten Unternehmen sind die Informatikkosten zwischen 2-6% des Umsatzes oder der Einnahmen, die anderen Kosten, die den Gewinn schmälern jedoch deutlich höher. Und insbesondere die Prozesskosten im Bereich Finanzwesen, Human Resources, Einkauf, aber auch im Bereich Serviceproduktion und Logistik warten darauf, durch die richtigen Tools mehr automatisiert oder zumindest verschlankt zu werden. Nahezu jeder Business Case, der einen positiven Barwert aufzeigt, ist ein guter und hat nachhaltige positve Folgen für das Unternehmen. Und solche Geschäftsprozessverschlakungs-Fälle sollten auch dann realisiert werden, wenn allgemeine IT Kosten eingespart werden sollten. 

7. Wie können wir unsere Informatik billiger machen als die Konkurrenz - und gleichzeitig innovativ bleiben? Die Antwort darauf ist vielschichtig, denn alleine günstiger hilft oft nicht. Gleichwohl gibt es in fast jeder Informatikabteilung Kostensenkungspotenzial, das gehoben werden kann und muss. Verlagerung zu Serviceprovidern die Skaleneffekte nutzen können ist der erste Schritt, kontinuierliche Innovation ist das nächste. Bei der Kostenoptimierung muss allerdings beachtet werden, dass die Massnahmen so durchgeführt werden, dass die IT-Dienstleistungen weiterhin wichtige Aufgaben übernehmen und ausführen können. So ist es wichtig, dass der Internetauftritt einer Firma auch nach den Optimierungsmassnahmen mehr dem Kunden bietet als diejenigen der anderen Wettbewerber. Dabei sollen die Sites so gestaltet werden, dass der Kunde bequem und mit grossem Komfort einen Möglichst grossen Nutzen aus der Site ziehen kann. Die Informatik muss auch nach den Massnahmen neue Kundensegmente oder Regionen erreichen können und bereit sein für nutzungsabhängige Preismodelle. Die Kostenoptimierung soll die Geschäftsprozesse der Informatik verschlanken und somit die Informatik kostengünstiger machen als sie bei der Konkurrenz ist, dabei aber gleichzeitig innovativ bleiben. 

Mehr Informationen und Kontakt: 

  • Dr. Christoph von Gamm
  • Email: christoph.von.gamm[at]von-gamm.com, 

Donald Trump neuer Präsident der USA - Was bedeutet das für Deutsche und Schweizer Unternehmer?

posted 4 Nov 2016, 06:39 by Christoph von Gamm   [ updated 31 Jan 2017, 02:01 ]

Donald Trump neuer Präsident der Vereinigten Staaten


Was heißt das für Deutsche und Schweizer Unternehmer?

Chancen für Infrastrukturprofis, Maschinenbauer und Projektfirmen. High-Tech weiterhin gefragt. USA kann nachhaltigen Wirtschaftsboom erleben

von Dr. Christoph von Gamm, 9. November 2016


Donald J. Trump ist wider Erwarten vieler Meinungsforscher nun doch zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Er konnte (nach verfestigten Hochrechnungen, New York Times, stand 6:00 morgens CET) 302 der 538 Wahlmänner-Stimmen für sich gewinnen (270 notwendig) und hatte insbesondere in den Swing-States wie Florida, Ohio und Michigan das Rennen machen können. In bestimmten Bundesstaaten wie Pennsylvania und Colorado war das Rennen knapp verloren, doch insgesamt war es ein Erdrutschsieg, ähnlich wie bei Ronald Reagan gegen Jimmy Carter 1980 - auch diesen Sieg hatte anfangs keiner erwartet.

Donald J. Trump, Photo Gage Skidmore/Flickr
Donald J. Trump - Bildquelle: Donald Trump speaking at CPAC 2011 in Washington, D.C., Photo: Gage Skidmore/Flickr

Donald Trump neuer Präsident der Vereinigten Staaten


Was heißt das für Deutsche und Schweizer Unternehmer?

von Dr. Christoph von Gamm, 9. November 2016


Donald J. Trump ist wider Erwarten vieler Meinungsforscher nun doch zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Er konnte (nach verfestigten Hochrechnungen, New York Times, stand 6:00 morgens CET) 300 der 538 Wahlmänner-Stimmen für sich gewinnen (270 notwendig) und hatte insbesondere in den Swing-States wie Florida, Ohio und Michigan das Rennen machen können. In bestimmten Bundesstaaten wie Pennsylvania und Colorado war das Rennen knapp verloren, doch insgesamt war es ein Erdrutschsieg, ähnlich wie bei Ronald Reagan gegen Jimmy Carter 1980 - auch diesen Sieg hatte anfangs keiner erwartet.


Gewinn in den Heartlands und bei Neuwählern


Die Wahl wurde in den Heartlands und in den informierten Social Media Kreisen gewonnen.


Ausschlaggebend war wohl der Wunsch vieler Wähler nach Veränderung, nachdem die Sprüche von Obama “Change we believe” in noch in den Ohren geklungen haben und “I’m with Her” für Hillary nicht so gezogen haben wie der anpackende Slogan “Make America Great Again” von Donald Trump. Trump konnte insbesondere die republikanische Wählerschaft mobilisieren, die noch vor vier Jahren bei Mitt Romney eher zu Hause geblieben ist und er konnte auch bei den für die Demokraten wichtigen Wählerschichten - den Schwarzen, den Latinos und bei den Frauen - wichtige Anteile sichern. Besonders spannend war, daß der Wahlkampf von Donald Trump mit sehr wenig Werbegeldern durchgeführt wurde, gegenüber Hillary Clinton hat er nur ein Zehntel an Werbeausgaben durchgeführt.


Trump - Der Social Media Präsident


Trump setzte vielmehr auf gekonnte Auftritte als Unternehmer, die ihm anfangs in den Medien viel Publizität bereitet haben und - was viel wichtiger war - er führte einen gekonnten Social Media Wahlkampf insbesondere auf Twitter, Facebook und Instagram. Auf Facebook alleine hat er 12 Millionen Follower, Clinton lediglich 7,8 Millionen. Darüber hinaus leistet Trump ein beachtliches Pensum an Wahlkampfauftritten, diese waren insbesondere in den “Battleground States”, also dort wo die Wechsel-Wählerstimmen besonders wichtig sind wie Ohio, Florida, Pennsylvania sehr gut besucht, er füllte regelmäßig Hallen mit Tausenden von Besuchern, Clinton hingegen hatte wenige und zum Teil auch schlecht besuchte Wahlkampfauftritte. Es hat sich gezeigt: Die Leute hatten genug von 30 Jahren Establishment, sie wollten etwas Neues, etwas Besseres. Und dies haben auch Erstwähler, Schwarze, Latinos, Nichtwähler, Schwule (Lesben weniger)  - LGBT - deutlich gemacht. Denn die Situation der Schwarzen hatte sich die letzten dreißig Jahre nicht verbessert, sie waren wohl die Versprechungen der Demokraten leid.


Dr. Christoph v. Gamm am 2.11. im SAT.1 Frühstücksfernsehen: Donald Trump ist der bessere Kandidat


Die durch zahlreiche Affären stark gebeutelte Hillary Clinton sieht nun einer ungewissen Zukunft entgegen: Der schlechte Ruf ihrer Außenpolitik, insbesondere in Libyen und Syrien, die Clinton-Foundation-Betrugsaffäre, der E-Mail-Korruptionsskandal und der Vergangenheit von Bill Clinton als Vergewaltiger sowie ihrer Vergangenheit als Verteidigerin eines Vergewaltigers haben ihr doch zu viele Stimmen gekostet. Sehr wahrscheinlich wird das FBI, das bereits jetzt gegen sie und ihre Stiftung in mehreren Punkten - Steuerhinterziehung, Veruntreuung, Falschaussage und Bestechlichkeit - ermittelt nun trotz aller Aussagen von FBI Direktor James Comey doch gegen sie die Anklage einreichen müssen. Im Falle einer Verurteilung droht ihr aufgrund der Präzedenzfälle eine längere Zeit in Haft.


Das schwere Erbe von Obama und den Vorgängern


Die Frage ist nun, was wird Donald Trump anders machen, es besser machen.



Lassen wir erst einmal auf die Fakten schauen:


Die Bundesschulden sind auf Rekordhöhe mit 20’000 Milliarden Dollar gestiegen - haben sich also innerhalb der Amtszeit von Obama mehr als verdoppelt, das jährliche Außenhandelsdefizit liegt bei 700 Milliarden Dollar, die USA ist Rekordimporteur und exportiert neben IT Hard- und Software hauptsächlich Öl und Agrarprodukte sowie erstaunlich viel Blut (!). Die Zahl der Amerikaner, die auf Lebensmittelmarken (Food Stamps) angewiesen sind, ist auf 23,4 Millionen hochgeschnellt, das durchschnittliche Familieneinkommen ist aufgrund von Arbeitslosigkeiten und geringerwertigen Jobs in den letzten acht Jahren deutlich gesunken, die Eigentümerrate für Wohnungen und Häuser ist auf 62% nach 69% im Jahr 2002 gesunken, Erwerbstätigenrate ist von 66% auf etwas über 62% gefallen und die Studienkredite sind auf Rekordniveau. Die Infrastruktur ist überholungsbedürftig, das Militär benötigt mehr als 637 Milliarden Dollar Ausgaben, doch ist nur nur bedingt einsatzbereit, da die Betriebskosten mehr als die Hälfte auffressen, für Neueinkäufe fehlt trotz allem das Geld. Nicht zuletzt nimmt der Staat zu wenig ein, er gibt zu viel aus. Manche sagen, es ist zu viel Militär (16%), manche sagen es sind die Sozial- und Gesundheitskosten (49% von 3’700 Milliarden), schlussendlich ist  das Budgetdefizit des Bundes nur noch 400 Milliarden Dollar (2015) gewesen, doch der Schuldenturm hat sich beständig erhöht, der Manövrierraum wird immer geringer. Das Bruttoinlandsprodukt unter Obama ist in den acht Jahren sehr schwach gewachsen, die höchste Wachstumsrate war gerade einmal 3%.


Gleichzeitig haben sich die USA in verschiedene Kriege und Konflikte verzettelt, dieses kostet Einsatz, Fokus und Geld. Es gibt keinen Kontinent wo die USA nicht mit Militär vertreten ist und die Militärdoktrin unter Obama hat wieder Rußland zum Hauptfeind erkoren.


Der Job


Der Präsident der Vereinigten Staaten hat vor allem die Aufgabe, das Land zu Prosperität zu bringen und für die Bürger und Unternehmen ein friedliches, freies, ordentliches Auskommen zu ermöglichen. Das ist die Jobbeschreibung, die Präsident Trump hat, laut Verfassung.


Wie wird diese Aufgabe angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen gerechtfertigt.


Innenpolitik und Gesetzgebung



Einige wichtige politischen Weichenstellungen stehen automatisch auf dem Programm: Zuerst einmal sind die Neubesetzungen im obersten Bundesgerichtshof, dem US Supreme Court wichtig. Die Richter dort werden auf Lebenszeit ernannt und es sind drei oder eventuell sogar vier Richter, die neu ernannt werden müssen. Die Nachbesetzung von Richter Antonin Scalia, der unter merkwürdigen Umständen vor einigen Monaten ums Leben gekommen ist, hat dabei Priorität. Die richtigen Richter zu ernennen ist sehr wichtig, denn die durchschnittliche Verweildauer liegt bei 26 Jahren. Nachdem die Richter eine wichtige Rolle in der Auslegung der US Bundesverfassung haben, wird dies das Land sehr stark prägen insbesondere in den Themen wie “1st Amendment” (Redefreiheit), “2nd Amendment” (Waffengesetz) sowie in der Sozialgesetzgebung und bei Eigentumsrechten.



Gesundheit


“Obamacare”, so heißt das Zwangs-Krankenversicherungssystem für die Amerikaner, das der US-Präsident Barack Obama eingeführt hat. Das Problem liegt dort an der Nichtfinanzierbarkeit. Die USA haben bereits jetzt mit 17,6% die höchsten Gesundheitskosten aller OECD Länder in Prozent des BIP und die Durchschnittskosten für eine Monatsprämie liegen nun bei etwa 1200 Dollar pro Person, insbesondere haben sich dort drastische Steigerungen angekündigt. Aufgrund der Obamacare wurden viele Vollzeitjobs in Teilzeitjobs umgewandelt, schlichtwegs weil sich die Unternehmer die gestiegenen Krankenkosten nicht leisten konnten. Trump will Obamacare abschaffen und dabei stattdessen Gesundheitssparpläne (“Health Savings Accounts”) einführen, gleichzeitig will er die pro Bundesstaat regulierten Gesundheitspläne landesweit konkurrenzieren lassen. Im Gesundheitsbereich will er auch weitere Bürokratiehemmnisse abbauen: Momentan warten 4000 Medikamente auf die Zulassung durch die FDA, die Zulassungsprozeduren sind sehr komplex und aufwändig und tragen zu den teuren Gesundheitskosten mit bei.


Der “Contract with the American Voter


Donald Trump hat einen “Contract with the American Voter, einen Vertrag mit dem amerikanischen Wähler unterschrieben, den er vor einigen Wochen veröffentlicht hat. Dort beschreibt er einfach und auf drei Seiten seine Eckpunkte.


Sie gehen in Richtung Bürokratieabbau, Schutz amerikanischer Arbeitsplätze und Abbau von unfairen Handelsabkommen sowie der Ausbau der Infrastruktur.


Bürokratieabbau und Lobbyismus will Trump durch Verweildauerbegrenzungen als Parlamentarier realisieren. Dies soll die politische Klasse reduzieren und die Attraktivität politische Ämter wegen des Geldes anzuhäufen deutlich senken.


Trump hat versprochen, sowohl das Freihandelsabkommen NAFTA nachzuverhandeln - hier wird vermutet, daß Millionen von Arbeitsplätzen dadurch nach Mexiko abgewandert sind. Auch deshalb will er die Verhandlungen zum Trans-Pacific Partnership abbrechen, da dieses aus seiner Sicht ein schlechter Deal für die USA sein wird und noch mehr Arbeitsplätze nach China und Indien exportieren wird, wo es faktisch keine Sozial- und Umweltschutzgesetzgebung gibt.


Auf den Außenhandel setzt Trump sehr viel: Immerhin hatten die USA ein Defizit von 715 Milliarden Dollar, d.h. es wurde deutlich mehr importiert als exportiert. In der Folge floß zwar Kapital in die USA, dieses wurde jedoch vor allem in Immobilien und Unternehmenskäufe durch ausländische Eigner investiert, so daß viele einen Ausverkauf amerikanischer Interessen, insbesondere nach China und in den Nahen Osten befürchten. Handelsmißbräuche, zum Beispiel durch Importzölle auf der anderen Seite oder einer mißbrauchenden Gesetzgebung will Trump deutlich benennen und entsprechend durch Zölle sanktionieren. Insbesondere dem Handel mit China wird dies nicht gut tun, die Hoffnung besteht dadurch, daß wieder Fertigungsjobs in den USA aufgebaut werden. Als Beispiel: Es gibt keine einzige Bleimine mehr in den USA, sehr viele Rohstoffe müssen in das Land trotz selbst vorhandenem Rohstoffreichtum inzwischen importiert werden, was zusätzliche Abhängigkeiten schafft.

Trump will Infrastrukturprojekte ankurbeln. Dies ist für die lokale Bauindustrie, der Trump natürlich als Immobilienmilliardär nahesteht, sehr förderlich und auch notwendig. Die Straßen und Brücken in den USA haben inzwischen Drittweltniveau erreicht, die Schlaglochdichte ist enorm. Auch die Keystone Pipeline, die Öl von Alaska über Alberta in den Süden und Osten der USA transportieren soll, soll vorangetrieben werden. Dieses wurde durch Obama abgeblockt, einer der Gründe mag auch das Interesse von Eisenbahngesellschaften sein, die am Öltransport per Schiene sehr gut verdienen. Einer der größten Eisenbahn-Tycoons ist Warren Buffett.


Den Kilmawandelprogrammen der UNO steht Trump ablehnend gegenüber - er hat auch recht, es gibt keinen wissenschaftlich nachweisbaren Grund, daß CO2 mit einem Luftanteil von 0,04% in der Luft, wovon wiederum 5% menschengemacht sind, einen Treibhauseffekt generieren soll und damit zur Klimaerwärmung beiträgt (CO2 ist schwerer als Luft). Entsprechend will Trump die Zahlungen für Klima an die UNO streichen und stattdessen in die Erneuerung der Wasserinfrastruktur in den USA stecken.  


Obama hatte in den acht Jahren mit sehr vielen Ermächtigungsgesetzen gearbeitet, von denen sehr viele von Verfassungsrechtlern als nicht der Verfassung entsprechend angesehen werden.  Dazu gehören:

  • Executive Order 10990 erlaubt der Regierung über alle Transportmittel zu verfügen und die Kontrolle der Land und Seefahrtstrecken.

  • Executive Order 10995 erlaubt es der Regierung die Kommunikationsmedien zu ergreifen und diese zu beschlagnahmen

  • Executive Order 10997 erlaubt es der Regierung  Elektrizität, Benzin, Erdöl, Brennstoff und Mineralien in Besitz zu nehmen.

  • Executive Order 11000 erlaubt es der Regierung, Zivilisten zu Arbeitertruppen zu mobilisieren, die unter Aufsicht der Regierung stehen.

  • Executive Order 11001 erlaubt es der Regierung über sämtliche Bereiche des Gesundheitswesens und der Sozialhilfe zu verfügen.   

  • Executive Order 11002 läßt den Oberpostmeister der USA eine nationale Registrierung aller Personen durchführen

  • Executive Order 11003 erlaubt es der Regierung über sämtliche Flugzeuge und -geräte zu verfügen, auch kommerzielle Flugzeuge.

  • Executive Order 11004 erlaubt der Wohnungs- und Finanzbehörde, Standorte für die Bevölkerung neu zu bestimmen oder diese umzusiedeln.

  • Executive Order 11005 erlaubt es der Regierung über Eisenbahnen, innerländliche Schifffahrtswege und Lagereinrichtungen zu verfügen.

  • Executive Order 11049 überträgt Notverordnungsfunktionen zu Bundesbehörden und -agenturen und konsolidiert 21 Executive Orders der letzten fünfzehn Jahre

  • Executive Order 11051 definiert die Verantwortung des Emergency Planning Büros und ermächtigt das Emergency Planning Büro, dass in Anbetracht der wachsenden internationalen Konflikte und wirtschaftlichen oder finanziellen Krisen sämtliche exekutiven Befehle als rechtswirksam gelten.  

  • Executive Order 11310 ermöglicht dem Justizministerium die Oberaufsicht über alle Justiz- und Gesetzgebungsprozesse - auch unterhalb der Bundesebene, alle Ausländer zu kontrolieren und erlaubt es, alle Gefängnisse zu betreiben

  • Executive Order 11921 erlaubt der Notstandsbehörde FEMA Pläne zu entwickeln, um die Kontrolle über alle Produktions- und Verteilungswege von Energiequellen durchzuführen, alles Löhne, Gehälter, Kredite und den Geldfluß in US Finanzinstitutionen zu kontrollieren - dies alles im Fall einer weiter undefinierten nationalen Notfallsituation. Es bestimmt auch, daß dieses Executive Order vom Kongreß für eine Dauer von sechs Monaten nicht überprüft werden darf, sollte ein solcher Notstand ausgerufen werden.


Diese Executive Orders kann Trump sofort ohne Befragung des Kongresses wieder abschaffen, insgesamt spricht sich Trump sehr stark dafür aus, wieder mit dem Kongreß zu arbeiten, Obama hat weitestgehend ohne das Parlament regiert sondern eben mit Ermächtigungen laboriert.


Das Thema Bildung liegt Trump auch am Herzen: Hier will er den zentralen Schullehrplan, genannt “common core” abschaffen, der für viel Kritik aufgrund seines Modells gesorgt hat, nicht mehr Wissen und Fertigkeiten anzueignen sondern eher darüber zu diskutieren wo man etwas wissen könnte. Stattdessen sollen die Gemeinden wieder die Kultushoheit haben (also ähnlich wie in der Schweiz oder in Deutschland, wo es die Bundesländer sind), darüber hinaus will er die Berufsbildung aufwerten, also insbesondere technische und kaufmännsiche Lehrberufe.


Gegen Verbrechen will Trump die lokale Polizei wieder besser trainieren und auch einen Fokus auf das organisierte Verbrechen legen.


Illegale Imigranten werden es schwer haben


Die illegale Immigration, insbesondere aus Mexiko will Trump beenden, hier will er Geld für eine Grenzmauer ausgeben, da inzwischen Millionen von Lateinamerikanern via Mexiko in den USA illegal leben, was insbesondere in den Südstaaten und in Kalifornien für eine erhöhte Kriminalitätsrate gesorgt hat. Dafür sollen für qualifizierte Leute aus dem Ausland weiterhin die Türen aufgehalten werden.


In der Außenpolitik schlägt Trump moderate Töne an, so will er mit Rußland verhandeln und im Nahen Osten mit den Terroristen (ISIS, ehemals Al-Khaida), die ja in der Tat von der Obama Regierung mit aufgebaut worden sind, aufräumen. Die Lockerungspolitik gegenüber Kuba will er beenden, da er Kuba für ein unmenschliches Schurkenregime hält. Israel wird unterstützt und als Demonstration der Solidarität will Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegen und Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkennen.



Was bedeutet Trump für das Business?

Für lokale Geschäftsleute in den USA bedeutet Trump wohl ein Wirtschaftsaufwung, der sich zuerst in der Infrastruktur zeigt. Der Fokus wieder das Land aufzubauen wird Jobs im einfachen und mittleren Bereich schaffen, d.h. bei Handwerkern, Straßenbauarbeitern, Schreinern etc. - nachfolgend kann eine verbesserte Infrastruktur das Land auch für Fertigungsjobs, zum Beispiel im Maschinenbau, Automobil etc. wieder attraktiver machen.


Für europäische Unternehmen bedeutet dies Exportchancen, wenn man Schlüsseltechnologien liefert, zum Beispiel im Bereich Projektplanung, Bauwirtschaft, Tunnelbau oder anderen affinen Themen. Auch die deutsche und schweizerische Elektroindustrie kann indirekt von den Infrastrukturplänen von Trump profitieren.


Die massiven Steuersenkungs- und Vereinfachtungspläne von Trump können anfangs eventuell für eine Erhöhung des Defizits sorgen und damit für mehr Schulden, gleichzeitig will er jedoch die im Ausland geparkten Hunderten von Milliarden von Unternehmensgewinnen - zum Beispiel Apple 200 Milliarden - insgesamt werden von 2000 Milliarden Dollar Offshore-Profits erwartet durch eine Steueramnestie ins Land bringen, so daß bei einem Reimport dieser Gelder endlich Steuern anfallen. Dies könnte mittelfristig das Budget ausgleichen und für weitere Wachstumsimpulse sorgen.


Die Gewinner und Verlierer nach Industrie


Die folgenden Industrien werden in den USA von Donald Trump profitieren:


  • Infrastrukturausrüster

  • Baufirmen

  • lokale Lebensmittelhersteller

  • in den USA ansässige Fertiger

  • Telekommunikationsunternehmen

  • Energieversorger

  • Automobilindustrie

  • Rüstungs-Equipmenthersteller aufgrund der Modernisierung der Army, Navy.


Die folgenden Industrien werden in den USA unter Donald Trump eher Schwierigkeiten haben:

  • IT Outsourcingunternehmen insbesondere mit starker indischer Präsenz

  • Krankenversicherungen aufgrund des Wegfalls von Hillary/Obamacare

  • Finanzdienstleister insbesondere die Primary Dealers aufgrund strengerer Budgets und wahrscheinlich einer geringeren Verschuldungsrate

  • Rüstungsbetriebsservicefirmen aufgrund eher wegfallender Überseepräsenzen.

  • Militärausrüster mit Fokus auf die Seeflotte

  • Sozialkonzerne

  • Massengüterdistributoren wie Walmart oder Target, da ein Großteil ihrer Non-Food-Sortimente aus China importiert wird


Andere Industrien - IT Hard- und Software - werden diese Situation eher neutral sehen.


Für deutsche und schweizerische Unternehmen lohnt es sich, sich auf die neue Sachlage einzustellen, insbesondere Infrastrukturzulieferer mögen davon profitieren können, so zum Beispiel Firmen wie Huber+Suhner (Kabel), Hochtief (Bauplanung), Siemens und ABB (Energie) sowie Telekomausrüster wie Alcatel-Lucent oder auch Ericsson, die in Deutschland starke Präsenzen haben. IT und Hightech-Ausrüster wie Infineon sollten sich auf neue Kundenausrüstungen und Kundenwünsche dieser Zulieferer einstellen.


Der Börsenmarkt


Sehr wahrscheinlich wird ein Sieg von Donald J. Trump erst einmal einen kleinen Schock auf der Börsenseite verursachen, man kann wohl mit einstweiligen Kurskorrekturen von 20% und mehr rechnen. Für viele mag das wie ein Weltuntergang aussehen. Diese Kurskorrekturen werden sich jedoch bei einem Gutteil des breiteren S&P 500 Marktes eher stabilisieren, wohingegen der nur von Spitzenwerten besetzte DJIA (Dow Jones) eine Konsolidierungsphase erleiden wird.

Krieg oder Frieden

Donald Trump hat sich insbesondere für Verhandlungen und ein gutes Einvernehmen mit Rußland und Wladimir Putin ausgesprochen, gleichzeitig möchte er ISIS bekämpfen und den Terrorismus beenden. Dies kann auf friedlichere Zeiten hoffen und mag auch den Flüchtlingsstrom aus dem Nahen Osten nach Europa beenden. Jedoch darf man nicht übersehen, daß Frieden Geschäft kostet. Und die Frage stellt sich, wie sich die USA aus einem sehr kriegsorientierten Geschäftsmodell in ein friedensorientiertes, infrastrukturförderndes Land wieder zurück verwandeln - so wie es vor 1913 der Fall gewesen ist und wie es Ronald Reagan von 1980-1988 recht gut hinbekommen hatte.








(c) Dr. Christoph v. Gamm, 2016.
Nachdruck - auch auszugweise - nur nach voriger Genehmigung. info@von-gamm.com // Phone: +49-89-76702210






Hardcore-Verhandeln am Beispiel Deutsche Bank

posted 4 Oct 2016, 06:42 by Christoph von Gamm   [ updated 4 Oct 2016, 06:54 ]

München, 04. Oktober 2016 - Für die Deutsche Bank geht es jetzt ans Eingemachte. Es stehen Forderungen von 15 Milliarden seitens des US Finanzministeriums auf dem Tisch. Und es heißt "alles oder nichts". Das Unternehmen kann dabei in Konkurs gehen und dabei das gesamte weltweite Bankensystem in den Abgrund reißen - oder es wird eine Lösung gefunden. Schwierig? Nein, ideal um einen guten Deal zu finden. Denn für beide Seiten steht zu viel auf dem Spiel. 

Verhandlungsexperte und Dealmaker Dr. Christoph v. Gamm schlägt folgende Marschrichtung in einer Kurzanalyse vor.



Zuerst: Die richtigen Leute an den Tisch bekommen. Man muß davon ausgehen, daß die Unterhändler beim US Finanzministerium NICHT entscheiden können. Entsprechend sollte auch der verhandelnde Vorstand keine Delegation durch den Aufsichtsrat in der Tasche haben, denn ansonsten läßt er sich im falschen Moment über den Tisch ziehen. 

Dann:
  1. Ganz klar die Grenzen abstecken. Das heißt: "Wenn ihr 15 Milliarden wollt, dann holt sie euch. Aber wir geben sie nicht freiwillig her."
  2. BATNA: Die nächstbeste Alternative zur Nichtentscheidung darstellen: "Wenn ihr das macht, dann sind wir pleite. Und ihr übrigens auch, denn alle Derivate platzen dann. Alle. Und uns ist das dann wirklich egal." 
  3. Gemeinsames Interesse darstellen: 
    •  Ihr wollt eine Strafe haben und Geld. 
    •  Wir wollen nicht zahlen.
    •  Ihr wollt weiterhin Staatsanleihen platzieren. 
    •  Wir können das auch ganz lassen, es ist eh nix mehr daran verdient. 
  4. Angebot zur Güte vorschlagen, damit das Gesicht gewahrt bleibt. 
    • Going-in wäre ca. 5-10% der Initialforderung 
    • Man trifft sich eher dort als auf der anderen Seite. Denn für das US Finanzministerium ist es in jedem Fall "free money", d.h. 100% Profit, da kein echter Verlust für die entstanden ist. 
  5. Einigung wohl auf ca. 1-2 Milliarden 
    • Wichtig ist: Frist setzen: Deal gilt nur, innerhalb einer Woche unterschrieben ist und es keine weiteren Forderungen gibt.
    • Ansonsten platzt es. Alles. 

Und nicht vergessen: Amerikanische Verhandlungskultur ist anders als die deutsche Verhandlungskultur. Es wird gepokert - und es werden keine Gefangenen gemacht. Verlieren tut der, der blinzelt. Und man muß daher der anderen Seite klarmachen, daß es kein Zurück gibt. 



Mehr hier:

Video: Richtig erfolgreich verhandeln



Dr. Christoph v. Gamm ist CEO des vonGammCom Global Institute for Change mit Fokus auf Executive Search und Strategieberatung. Seine Spezialität sind Verhandlungen in schwierigem Umfeld, insbesondere zwischen amerikanischen und europäischen Unternehmen. 

Mehr Informationen:

Dr. Christoph v. Gamm
Phone: +49-89-76702210

Gedanken zum "Bundestrojaner" und zum Schutz der Privatsphäre

posted 23 Feb 2016, 03:32 by Christoph von Gamm


München, 23. Februar 2016 -  Das deutsche Bundeskriminalamt hat einen eigenen Trojaner entwickelt, der nun genehmigt wurde, so die Verlautbarungen in den deutschen Medien gestern. Die Verfassung müsse trotzdem respektiert werden und erlaube nicht jeden Zugriff auf die Privatheit, sagen einige besorgte Politiker. Die technische Verwirklichung sei mit Blick auf den Schutz der Privatsphäre zweifelhaft. Die Diskussion wirft jedoch grundsätzliche Fragen auf, wie sich der einzelne - insbesondere als Unternehmensführer, Unternehmer oder auch als autonomer Bürger gegen eine Bespitzelung wappnen kann. Denn der Bundestrojaner ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. 

 
Zum Bundestrojaner ist das gleiche zu sagen wie zur Vorratsdatenspeicherung. 
Es wird lediglich legalisiert, was schon bereits so durchgeführt wird. Und letztendlich ist Bundestrojaner ist genauso echt wie die Steuer CDs der Schweiz, die von Nordrhein-Westfalen aufgekauft wurden - oder wie das Ungeheuer von Loch Ness. 

Bereits jetzt gibt es viel bessere Abhörmechanismen aus den USA auf dem Markt zum Kaufen, als die Bundesspezialisten jemals fabrizieren können. Deshalb wird es auch nie einen wirklich brauchbaren Bundestrojaner geben. Genauso könnte man ja eine Oracle Datenbank neu entwickeln, also das Rad neu erfinden.

Der in Russland sich im Exil befindliche Whistleblower Edward Snowden hat in einem Interview angemerkt: "Es ist alles offen und alles sichtbar." Das stimmt. Es wird auch alles gespeichert, was irgendwie interessant sein könnte, z.B. für Erpressungen.
Alleine das Wort "Bundestrojaner" ist deshalb in halbwegs informierten Kreisen ein Running Gag. Genau wie Vorratsdatenspeicherung auch nur ein müdes Lächeln produziert.
Dennoch: Man muss nicht unbedingt paranoid werden, sondern sich strategisch vorsehen.


Und hier helfen bereits die folgenden Fragen:

  • Muss es unbedingt ein IT System sein, dass aufgrund seiner Architektur offen wie ein Scheunentor ist? 
  • Haben Sie Ihre Festplatte verschlüsselt - also wenigstens mit Bitlocker? 
  • Müssen Sie sich unbedingt sich einen E-Mail-Provider nehmen, der sofort überwacht werden kann, ohne dass es eines zum Beispiel internationalen Rechtshilfeersuchens bedarf? Sind z.B. bei GMX "die Gedanken wirklich so frei", wie es in der Fernsehwerbung gesäuselt wird? Oder sind es wirklich nur die Gedanken, jedoch nicht das was getippt und niedergeschrieben wird? 
  • Haben Sie sich schon umgehört, was Lawful Intercept in der Schweiz heisst? 
  • Glauben Sie an die Anonymität in der Cloud oder meinen Sie, dass eine "Private Cloud" sicherer ist? Und wenn ja, warum? 
  • Wie ist Ihr Umgang mit sozialen Medien? Müssen Sie sich unbedingt Ihre privaten Fotos auf Facebook speichern und mit Ihren sonstigen Privatheiten prahlen? 
  • Haben Sie Ihre "Freundesliste" unter Kontrolle?
  • Haben Ihre Angehörigen Ihre "Freundesliste" unter Kontrolle? Sicher? Ganz sicher? Oder was war da gerade noch mit dem "so süssen" Antifafreund von der Tochter? So ging es los bei Jürgen Ponto...
  • Was für Apps sind alle auf Ihrem Mobiltelefon? Die kleine praktische Terminapp, was kann die noch so im Hintergrund? Oder der Kontaktmanager, der so "free" zum Download war, oder das "free" Voice over IP?
  • Ist Ihr IT Admin vertrauenswürdig oder ist das jemand, der mit Geldproblemen kämpft, gerne mal einen trinkt oder sonstwie quasi auf der Kippe ist? 
  • Ist ein IT Admin mit 100 Millionen Mailboxen vertrauenswürdiger oder einer mit 2000? Wieviel Fokus kann dieser dann auf Ihre Daten verwenden, zudem sie in einer fremden Sprache sind? 
  • Wo sind Ihre PIN Codes gespeichert (Fangfrage)? 
  • Was ist Ihre Strategie mit Passwörtern?

Sollte Ihnen nur bei einer dieser Fragen Zweifel aufkommen, haben Sie inhärente Sicherheitsrisiken bei Ihren Daten und Ihrer Privatsphäre. 

Know how: How to make real relationships on Facebook, LinkedIn, Xing

posted 3 Feb 2016, 02:57 by Christoph von Gamm   [ updated 6 Dec 2016, 08:22 ]

Munich, 8 April 2016 - - Do you network on-line using LinkedIn or XING or even Facebook? I do. And it proves to be successful. However, there are people who are abusing your trust and try to deceive you and then use your details in order to get your contact addresses or also try to simply steal your identity. 

So, just accepting an unknown contact for me is an absolute No-No. 

However, there is a benefit in finding new people, and the best is by asking questions. 

One way of asking questions is simply speaking: Asking who are you, and why should we engage as a contact - it is just the normal way, everybody would be doing if they engage in a new business engagement. 

Here's my trick that provides a good return and gets straight to the point: 

This is what you might use on LinkedIn

Your contact request - what’s next?



Subject: Your contact request - what’s next?
Body:
Hi [enter first name] 
 
Thanks for your contact request, I appreciate. However: Where do we go from here?
 
I am not clear on why you have chosen to connect with me. On the other hand, I have chosen to concentrate on LinkedIn as my primary personal marketing strategy, and as such, only request connection with those individuals & companies where I have identified some level of synergy or common outlook & goals.
 
May I suggest a call or an informal meeting, over the next week or so, to explore potential, mutual future opportunities?
 
Why don’t you contact my office (+49-89-xxxxxx) over the next few days to hopefully arrange a suitable time to meet, perhaps over a coffee (or tea) - or simply just a decent phone conversation.

Kindest regards

[your first name]
+49-89-xxxxxxx / skype:yourskypeid



What you can use with Facebook is something more informal - but still quite effective. 

Facebook Friendship Validation


Facebook Connection English

Hello [enter recepients first name]

Thanks for the friendship request, I appreciate. 

Since I have the habit to talk with people I do know, I'd like to understand a bit of yourself and the nature of your friendship request. It would be great to understand what leads you to me and what we should to to deepen our friendship.

I look forward hearing from you, 


Thanks and kindest regards


[your Firstname] 

Please try it out and leave your comments below. 
 






 Fotography (c) and Licensed via Fotolia, Nr. 90526324 vonGammCom Global

Get a job as the bosses do! -

posted 3 Dec 2014, 01:53 by Unknown user   [ updated 1 Aug 2016, 01:48 by Christoph von Gamm ]


When looking out for a new candidate, firms do have a whole armada of people working "with you": An executive search guru who finds alternatives besides you on the short list. Their HR director to assess you and squeeze your salary - his primary job! The Lawyer who is preparing a contract on the firm's terms, not yours. A sales plan master who will put the carrot just right in front of you, but will you be able to each it? A "compliance master" who will generate you break points to get you out fast if you are not needed any longer..



Lonely Dog

(First Picture: Dog at the window Licensed via Shutterstock, Bildnummer: 193579130 Urheberrecht: sivivolk/Shutterstock)

A corporation that wants to hire has its processes. Everything they need. And you? Can you actually trust them? Is that really in your interest? Or are you rather completely left to your own devices? Do you think you can all solve this by yourself? Do you really have the perfect up-to-date CV and cover letter ready? Do you think your story is perfectly rounded? Do you know how you can negotiate? Do you already have this CEO-like shine? And you know how to negotiate the best package? You know the dynamics of your next company?

Really? So why then don't you have the senior executive position you want - yet? Okay, let's get serious, you are at the losing end of a game that is predetermined who is supposed to win. 



So, let me share with you a couple of points on how to change the rules of the game and let you win. 

1. Finding the right employer first is the first key aspect. You do not need to send your old crappy CV to 200 people. One or two good addresses will do.   However, byust applying "blindly" to job portals, your CV will be considered "dead meat", especially in the higher ranks. It feels like at 3am in a suburban discotheque. Too much choice, so you better stay away. Therefore it makes better sense to directly target the right employers – maximum three - and ask yourself: "Why should I spend my time with that shop?" "What do they have to offer to me, besides money?" Always be aware that money is being printed continuously, so it is just a matter of technique to roll it into your pockets, but your time runs out faster than you think. Therefore, be picky and - also think it through: "What is special that can I offer them, given their current circumstances?". They might be in a situation where they need drastic change, because their numbers suck, and maybe you are the silver bullet. Or - as it is the majority of the jobs in the "old economy": many companies had too many eager strategists on the top. As a consequence they had too much change and want to have some continuity - means: you get paid for a couple of years by just DOING NOTHING! PS: A good colleague of mine became the CEO of such a company just because her track record was exactly that. So why not use your track record of either being a game changer or a ehm... "person of continuity..", as long as you are clear about this, you can target the next step. 

2. TALK VALUE AND PRICE and not salary cost. What might the job be worth? Put yourself into the shoes of an employer. What does an employer want? Typically, he wants a person who performs a job – a function for his business in a more or less risk-free way. The lower the perceived risk a person does provide to fulfil a job, the better it is. Sometimes there are risky jobs. So there is a risk premium for the risk somebody takes. Either the employer or the employee. And if the employee is ready to take on risk - business risk, reputation risk or whatever, the rewards can be big! 

Usually, there are two ways of looking at a job: One is cost, and the other is value. Most of the candidates work on the cost side. This of course is good for employers, because there might always be one who works his ass off for less. But for the better? And this is where you come into play. So how much extra profit will you deliver, risk free? How sure can you make a big project run smoothly? How well can you cover your bosses ass? And by the way, that's the only thing that counts, at the end. Let me give you an example. Normally, the order entry guys are extremely underpaid people. But a friend of mine was the head of the order entry department of a larger IT firm,. He got paid almost the same as the head of sales, because he knew how work the system. And there are thousands if not millions of examples where people have exactly shown their specific VALUE. 

3. Make an assessment of your credentials. So: business continuity (italian: dolce far niente) or game changer (italian: revoluzione!). Does your CV tell this? What is your track record? And does it show? Does your CV smell like Che Guevara or rather like an accounting professional?  Whatever it is, take a position! Is your CV really up-to-date? The last time - when you got hired you polished your CV, it might have been at the height of an employment cycle. Maybe you just got hired by recommendation - and this means: nobody really cared about your CV, they took you just because you were not fast enough to say no. So maybe it is a good timeto revisit your CV from ground up. Same as with PR people, there areprofessional companies capable to write you a good CV (I know some), and better spend a couple of hundred bucks on a good CV and a well-written cover letter than wondering for months how your CV scored. By the way: "scored" is the right word - most HR screening systems - especially in Tech and IT do automated pre-screening and filtering, so only CVs that match the pattern of those systems will get passed. So better by-pass that step and circumvent HR. 

4. Never trust HR! Let me share an experience: Apart from a few golden hand-picked exceptions of HR colleagues I admire and appreciate, there are few really good HR people. And in order to excel and justify their existence, they try to make your life miserable. How does it work: HR will pretend to be your friend, but same as procurement departments for suppliers: They inflate the number of applicants through artificial choice and through that, they try to reduce the overall costs of personnel. Their job is to squeeze your price! That cost reduction then goes in parts into their pockets as a pay check, and maybe some goes back to the shareholders. In fact, that is the business case for HR. So don't expect anything from them. Most bosses also don't understand that simple formula, maybe except a good old big-wig CEO. He knows that game, maybe he even has invented it. So it is best to by-pass HR from the start and work out a deal with your future boss and ask him to get your job through then. Here, you already will see whether he or she is a real boss or whether this is just a douche you cannot trust for the rest of your employment life. By the way, I speak out of experience. The best bosses taught me how to treat HR as tools. This is what they are, tools. And good MBA books teach exactly that. Leave away that folklore, they are tools. So golden rule again: Never trust HR

5. So, you got your letter ready, your CV and want to target that right company, maybe you even found the right boss? So why hasn't he/she contacted you yet? Well, here is where it starts: As soon as you contact your future boss for a job first, your price goes down! "Ah, a cheap person, who wants to work here. Why on earth... well because we are great... maybe he needs to learn.." As soon as your future boss contacts you for a job your price will go up, so sometimes they actually refrain from doing so. A catch-22 situation. So better finding a trusted advisor who can "broker" you, means sell you and also do the political navigation first, before you burn yourself... i.e. following up with that bosses assistant when the next interview round is, give hints on how to work HR, how many interview steps are there and so on... take a person you can trust, and who has a track record in your industry. This person will cut a deal by selling you, so his interest - besides a good track record with the employer is work you up the ladder as high as possible. Let that person send out your CV to two companies and let them start compete for you!



Winning dog

This dog has one of the highest valued jobs in the world. (Dog at the pool - (c) Dr. Christoph von Gamm)

6. The final negotiation.  You had your three interviews, and hopefully everything went well. You get an offer. It might be an e-mail with the terms and conditions and you might be pleased. Your first intention might be to sign immediately, because you think that will please your future employer. Nope. Don't sign, it's a trap! If you sign without negotiation, you will be considered a wimp without a backbone, especially by HR (what did I write just three paragraphs above). Now you can use them in your favour. Because usually here, an offer gets passed via HR (that's company policy in 99,9% of the corporates) and they always keep something in the back-pocket for negotiations - and like this again, they want to prove their value! Take that value, it is yours! Typical room for negotiation is: 5-15% on the base salary, depending how desperately they want you, 20% on the bonus and a whole lot of extra fringe benefits, you can usually trade up from coach to business class flights and let this be written in your contract, have a better company car, you can pre-agree on a salary increase within 12 months or at least you can have something like extra health insurance for your partner, spouse or your dog. Definitely, you also want to have that privilege to take your pet to the office or other things, such as a commitment for a personal assistant etc... Also, you should have a minimum fixed term of employment, i.e. three years. This guarantees you at least some comfort when they want to fire you later. Also, you might consider a tax-exemption program when you travel a lot abroad, usually a global employer can work miracles. Key is to take a long list into the negotiation round and then: Ask a good employment lawyer to work that crap out with HR. Might cost you another 1000 euros or even more, but this is worth the money. Don't do this by yourself, there is a golden rule: You talk to your boss, your lawyer works out HR. You can stay in your comfort zone and do not need to wrestle in the mud. Do as the bosses do.

7. I said, you send out two CVs, remember? There must be one loser out now. Therefore you are now at the point where you need to write a phony and sad letter saying "thank you very much for all your efforts, however there was a company that was just better than you. I therefore wish you all the best for your future." Maybe you even can recommend your best friend Jeff for that job. They should be thankful. 

Then you can start. Get your job as the bosses do!




(First Picture: 
Dog at the window Licensed via Shutterstock, Bildnummer: 193579130 Urheberrecht: sivivolk/Shutterstock)


How to ride

posted 26 Nov 2014, 01:47 by Unknown user   [ updated 20 Mar 2016, 04:00 by Christoph von Gamm ]

Riding a dead horse


The tribal wisdom of the Dakota Indians—passed on from generation to generation—says that when you discover that you are riding a dead horse, the best strategy is to dismount.



Modern enterprises, however, have found a whole range of far more advanced strategies to use, such as:

1. Buying a stronger whip.
2. Changing riders.
3. Declaring, “The boss told us to ride this horse.”
4. Appointing a committee to study the horse.
5. Threatening the horse with termination.
6. Proclaiming, “This is the way we’ve always ridden this horse.”
7. Develop a training session to improve our riding ability.
8. Reminding ourselves that other companies ride this same kind of horse.
9. Determining that riders who don’t stay on dead horses are lazy, lack drive, and have no ambition - then replacing them.
10. Lowering the standards so that dead horses can be included.
11. Reclassifying the horse as “living-impaired.”
12. Hiring an outside consultant to advise on how to better ride the horse.
13. Harnessing several dead horses together to increase the speed.
14. Confessing boldy, “This horse is not dead, but alive!”
15. Providing additional funding and/or training to increase the dead horse’s performance.
16. Riding the dead horse “outside the box.”
17. Get the horse a Web site, making a mobile dead horse App on iPhone and Android.
18. Killing all the other horses so the dead one doesn’t stand out.
19. Taking a positive outlook – pronouncing that the dead horse doesn’t have to be fed, it is less costly, carries lower overhead, and therefore contributes substantially more to the bottom line of the company's budget than do some other horses.
20. Rewriting the expected performance requirements for all horses.
21. Promoting the dead horse to a vice president position.
22. Name the dead horse, “paradigm shift” and keep riding it.
23. Riding the dead horse “smarter, not harder.”
24. Stating that other horses reflect compromise, and are not approved from the corporation.
25. Remembering all the good times you had while riding that horse.


Sales Person Interview Test

posted 3 Nov 2014, 02:14 by Unknown user   [ updated 1 Aug 2016, 07:14 by Christoph von Gamm ]


Well all know the cliché tests for sales people...

  • Sell me this pen/watch/etc...
  • Give me a presentation on why I should hire you
  • etc...

All of these tests are done to see how a potential sales person can think on their feet, and realistically bull shit their way through a meeting.

Is that really the traits you want in a sales person representing your organization?

For me the answer was simple, NO!

I need sales people who have an extremely creative business mind that come with solutions so far out of the box that it forces our client to look at their business in a new way.

So how do you test your potential sales people for business creativity? Simple make them do it on the spot in your next interview with a real life business case.

Here is how I set this up:
  1. After you trade pleasantries at the being of the interview ask your candidate to stand up and go to the white board.
  2. Provide them with a brief overview of a real life prospect your team is working, and the reason this prospect came to your organization looking for help. (The key here is not to provide them any insight into the proposed solution your team has responded with!)
  3. Ask the candidate to provide you with three potential solutions they believe could answer your prospects needs that incorporate your services or not.
  4. After the candidate has listed out three potential solutions vet them with them carefully. Push the candidate hard to see if they will waiver on these solutions, or if they will stand fast that these solutions will work.
  5. Ask the sales person on this program you are reviewing to join the meeting to review their proposed solution against the ones now on the white board.
  6. Listen carefully as your sales person and the candidate review the solutions together, and see how the interaction takes place.
  7. Debrief with your sales person after the interview is over, and ask specifically if they plan to integrate any of those ideas proposed back into their final support solution.

This "test" has shown me more about a candidate that any other vetting practice I have tried. 

Some of the specific items I have discovered it shows me are:

  • How creative they are with business solutions
  • How far out of the box of your business they are willing to go.
  • The way they will interact with the rest of your team if your hire them.
  • Their ability to take feedback on ideas, and then incorporate improvements on their baseline idea.
  • The ability to think on their feed CREATIVELY, and not just bull their way through a meeting.

For me the hardest part of hiring a sales person for me is getting beyond their ability to sell me on them, and get to their real abilities to help companies solve their needs. This test will help you weed through the fakes, and find those people who have that creative spark to help our client's achieve the success we all want.

(Nov 3rd, 2014, Original by Michael McMillan , via LinkedIn. )

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